Müller: Internet bietet Handwerk Chancen mas.
BERLIN, 3. September. Die Turbulenzen am neuen Markt ändern
nach Ansicht von Wirtschaftsminister Werner Müller nichts an
der wachsenden Bedeutung des Internet für die Unternehmen.
Das "World Wide Web" entwickele sich immer mehr zu einer
umfassenden Plattform für den Kauf und Verkauf von Waren und
Dienstleistungen. Gerade dem Handwerk böten sich neue Chancen,
da es seine Absatz- und Beschaffungsmärkte erweitern und neue
Geschäftsfelder erschließen könne, ohne in teurere
Niederlassungen und Zweigstellen investieren zu müssen, sagte
der parteilose Politiker bei der Verleihung des Internetpreises des
Deutschen Handwerks am Montag in Berlin.
Nach seinen Angaben ist die Nutzungsintensität des Netzes
immer noch sehr unterschiedlich: Im Autohandel und dem
Metallhandwerk sind zwei von drei Betrieben "online", im
Bau und den Dienstleistungen kaum jeder zweite.
Die meisten Handwerker nutzten das Internet, um Vorprodukte und
Leistungen einzukaufen (29 Prozent). Nur 12,5 Prozent verkaufen darüber
ihre Waren und Dienstleistungen.
Nachholbedarf sieht Müller bei kleineren Betrieben mit bis zu
neun Beschäftigten. Dabei bietet es nach Ansicht von
Handwerkspräsident Dieter Philipp gerade für kleinere und
mittlere Betriebe große Chancen. Größenbedingte
Nachteile ließen sich dadurch ausgleichen, der Weg zum Kunden
werde schneller und kürzer, sagte er.
Drei Unternehmen, ein Augsburger Sanitärbetrieb, eine
Freiburger Schreinerkooperative und ein Chemnitzer Augenopti ger,
teilen sich den insgesamt mit 100 000 DM dotierten Preis. |